«Zulassungsverfahren als Medikament»
Foodwatch sieht Risiken bei cholesterinsenkender Margarine
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| Die Verbraucherorganisation Foodwatch will den Nahrungsmittelkonzern Unilever zwingen, mögliche Gesundheitsrisiken seiner cholesterinsenkenden Margarine «Becel pro.activ» offenzulegen. Bild: dpa |
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte bereits 2008 betont: «Menschen mit normalen Cholesterinwerten sollten auf den Verzehr von Lebensmitteln mit zugesetzten Pflanzensterinen verzichten.» Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob sie die Margarine verwenden können, sagte ein BfR-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. «Ein cholesterinsenkender Effekt kann auch zu viel werden, wenn man gleichzeitig noch Medikamente nimmt.» Allerdings handele es sich bei solch pharmakologisch wirksamen Lebensmitteln wie der Margarine um zugelassenes «novel food» (neuartige Lebensmittel).
Foodwatch hat jetzt beim Landgericht Hamburg eine Unterlassungsklage gegen Unilever eingereicht. Ein Termin stehe bisher nicht fest, hieß es beim Landgericht. «Sie stehen im Verdacht, genau das zu verursachen, was sie eigentlich verhindern
sollen: nämlich Ablagerungen in Gefäßen und ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten», schreibt foodwatch über die Pflanzensterine.
Bereits im November hatte Foodwatch Unilever mit einer E-Mail-Aktion auf www.abgespeist.de aufgefordert, «Becel pro.activ» nicht mehr frei zugänglich im Supermarkt zu verkaufen. Stattdessen sollte der Konzern nach Ansicht von Foodwatch ein Zulassungsverfahren als Medikament anstrengen. Auf die Kritik habe Unilever mit einem Schreiben reagiert, «in dem der Konzern die angebliche Unbedenklichkeit von Becel pro.activ beteuert», erklärte Foodwatch.
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