Pferde bleiben wegen Kälte im Stall
Heizölpreis steigt - Eis behindert Schifffahrt
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| Wegen der eisigen Temperaturen sind beim traditionellen Berchinger Rossmarkt heuer deutlich weniger Pferde gezeigt worden als erwartet. Bild:dpa |
traditionellen Berchinger Rossmarkt heuer deutlich weniger Pferde gezeigt worden als erwartet. 75 festlich geschmückte Tiere von 30 Pferdehaltern waren dabei, wie ein Stadtsprecher sagte. Angemeldet gewesen seien rund 125 Tiere von 50 Haltern. Vor der Veranstaltung würden die Pferde normalerweise gewaschen - das sei
diesmal schwierig gewesen. «Wenn sie nicht trocknen können bei der Witterung, werden sie schlichtweg krank», sagte er. Einige Pferdehalter kommen seit Jahrzehnten zum größten eintägigen Wintervolksfest in Bayern.
Auch in anderen Teilen Deutschlands gab es zweistellige Minusgrade: Am kältesten
war die Nacht im bayerischen Oberstdorf mit minus 23 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Die Kältewelle in Europa trieb den Heizölpreis in Deutschland auf den höchsten Stand seit Sommer 2008.
Dicke Eisschollen legten die Schifffahrt auf der Donau in Bulgarien lahm. Der Fluss sei bei der Donaustadt Russe sowie weiter östlich zu 90 Prozent zugefroren, teilte die bulgarische Donaubehörde mit. Nach Medienberichten erfroren bislang mindestens elf Menschen. Wegen Treibeises war auch die Elbe seit Dienstagabend von der tschechischen Grenze bis nach Hamburg komplett für den Schiffsverkehr
gesperrt.
Unter den Opfern in Italien sind Obdachlose, die erfroren sind, aber auch Menschen, die beim Schneeschippen einen tödlichen Herzinfarkt erlitten haben oder bei Unfällen auf eisglatten Straßen starben, wie der Mailänder «Corriere della Sera» berichtete. Während es kalt bleibt und es von Freitag an wieder schneien soll, werden in Italien Obst und Gemüse knapp.
In Russland waren im Januar offiziellen Angaben zufolge 64 Menschen erfroren. In Rumänien starben seit Ausbruch des Extremfrosts 41 Menschen, landesweit blieben zahlreiche Schulen geschlossen, weil Heizungen nicht funktionierten und Straßen nicht zu befahren waren. Mindestens 68 Opfer der Kälte hatte es in Polen gegeben.
In Tschechien erreichte die Zahl der Toten inzwischen 20. Einen erneuten Kälteeinbruch erwarten die Meteorologen in Prag am Wochenende. Dann könnte der Kälterekord von minus 42,2 Grad aus dem Jahr 1929 geknackt werden.
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