"Krankenhaus Eschenbach langfristig gesichert"
Abteilung für Demenzkranke - Frist für akutstationäre internistische Versorgung
Die akutstationäre internistische Versorgung bleibt zumindest bis 30. Juni 2012 und kommt dann auf den Prüfstand. Ende Mai wird überprüft, ob die Kostenentwicklung positiv ist und die Bürger das Angebot annehmen. Davon ist abhängig, ob diese Strukturen über das erste Halbjahr hinaus weitergeführt werden können. Dieser Versuch kann mit einem Defizit verbunden sein – das die Kliniken AG nicht allein schultern kann. Die Landkreise Tirschenreuth und Neustadt/WN werden sich – vorbehaltlich der Kreistagsbeschlüsse – mit sechsstelligen Summen (125 000 bzw. 300 000 Euro) an diesem Defizit beteiligen. Reicht das nicht, deckt die Kliniken AG den Rest. Die Stadt Weiden gibt nichts dazu.
Die akutstationäre chirurgische Versorgung wird bis 1. 2. 2012 auf das Krankenhaus Kemnath verlagert.
Das Krankenhaus Neustadt/WN bleibt unverändert wie geplant bis 31. Dezember 2013 erhalten. Da die Demenzabteilung lediglich Kostendeckung erwartet lässt, streben die Krankenhäuser zur Kompensation des erwarteten Defizits weitere Leistungssteigerungen im Verbund an. Neustadt ist dazu überlebenswichtig: Die nötigen Betten und OP-Säle für Leistungssteigerungen in Weiden sind in Neustadt vorhanden. Neustadt soll demnach so lange als zusätzliche Betten- und OP-Kapazität dienen, bis in Weiden die baulichen Voraussetzungen vorliegen (OP-Säle derzeit im Bau).
Den in Eschenbach tätigen Mitarbeitern werden zwei Alternativen angeboten: die Weiterqualifikation durch die Kliniken AG für die Versorgung von Demenzkranken oder der Einsatz in der Akutstation in Eschenbach bzw. in einem benachbarten Akutkrankenhaus. Betriebsbedingte Kündigungen wird es in diesem Bereich nicht geben.
Mitarbeiter mit befristeten Verträgen können hoffen. „Wir werden bemüht sein, das komplette Personal unterzubringen.“ Die Zahl der befristeten Verträge, die man auslaufen lassen muss, werde „überschaubar“ bleiben, sagte Götz.
Die Abteilung für Demenzkranke: Einziger Lösungsweg sei eine Umstrukturierung, wie in den anderen regionalen Krankenhäusern schon geschehen (Neustadt Aus- und Fortbildungszentrum, Waldsassen orthopädische Rehabilitation). Für Eschenbach seien seit Februar acht Alternativen erarbeitet und auf Wirtschaftlichkeit abgeklopft worden. Über drei wurde in der Sitzung am Donnerstag debattiert, die Demenzabteilung letztlich beschlossen.
Die Abteilung für Demenzkranke sei eine langfristige Perspektive. Der Bedarf sei vorhanden: Die Versorgungssituation pflegebedürftiger Menschen mit demenzbedingten Störungen sehen Gesetzgeber, GKV-Spitzenverband der Pflegekassen und andere als erheblich verbesserungswürdig an. Die Region bilde auf diesem Gebiet einen weißen Fleck. Die Zeit sei günstig, um mit jetzt erreichbarer Anschubfinanzierung und bedarfsgerechter Vergütung eine Investition in die Zukunft zu tätigen.
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