Weitere Vorwürfe gegen Domspatzen-Vorschule
Fagwürdigen Methoden auch in jüngerer Vergangenheit
|
| Das Gymnasium und Internat der Domspatzen in Regensburg. Bild: dpa |
Bereits in den vergangenen Tagen hatten mehrere ehemalige Domspatzen geschildert, dass die Dritt- und Viertklässler in der Vorschule vom ehemaligen Direktor Jahrzehnte lang brutal geprügelt wurden. Ein ehemaliger Schüler berichtete der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass mindestens bis Mitte der 1970er Jahre Prügelstrafen für Kinder, die nachts wegen Heimweh im Schlafraum weinten, üblich waren. Die Kinder seien mitunter reihenweise zum Direktor gebracht worden. «Dann gab es ein regelrechtes Feuerwerk an Ohrfeigen», berichtete der Oberpfälzer. «Manchmal lag man schlaflos in seinem Bett und hörte schmerzerfüllte Kinder-Schreie aus dem Direktorat.»
Die Domspatzen-Vorschule war früher in Etterzhausen im Landkreis Regensburg, seit 1981 ist sie im benachbarten Pielenhofen. Das Bistum Regensburg hat inzwischen den Nürnberger Rechtsanwalt Andreas Scheulen beauftragt, die Vorwürfe aufzuklären. Scheulen soll auch den Hinweisen auf sexuellen Missbrauch in den 1950er und 1960er Jahren im Regensburger Domspatzen-Internat nachgehen.


































