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Von Stefan Voit  |  02.02.2007  | Netzcode: 50971212  |  687 Mal gelesen.

Im Inneren des Zentrums

"Verpuppungen V": Ausstellung von Jeff Beer im Oberpfälzer Künstlerhaus in Schwandorf - Interview mit dem Künstler

In dem kleinen Ort Gumpen (Landkreis Tirschenreuth) hat der Künstler Jeff Beer seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt. Hier holt er sich Kraft und Inspiration für sein Schaffen, das ihn in die Bereiche Malerei, Grafik, Farbholzschnitt, Skulptur, Fotografie, Musik und Schreiben führt.

Jeff Beer
Künstler Jeff Beer vor einem seiner Werke: Im Künstlerhaus Schwandorf ist bis Ende März seine Arbeit zu sehen. (Bilder: Ingrid Popp)
Dieses Leben in der Region hat für ihn, der international renommiert und anerkannt ist, eine besondere Bedeutung: "Regional heißt für mich letztlich nichts anderes, als den unmittelbaren Lebens- und Wahrnehmungsraum, in dem man sich befindet, ernst zu nehmen." Die Kulturredaktion führte mit ihm dieses Gespräch.

Malerei, Grafik, Farbholzschnitt, Skulptur, Fotografie. Im Oberpfälzer Künstlerhaus zeigen sie 100 Arbeiten. Wie sind Sie an diese Ausstellung herangegangen und wie haben Sie ihre Objekte dafür ausgesucht?



Jeff Beer: Das Künstlerhaus ist eine der schönsten Ausstellungsstätten der Oberpfalz, es bietet auf drei Etagen großzügige, phantastisch geschnittene Räume und fabelhaftes Licht, sicherlich für jeden Künstler eine Herausforderung, vor allem, wenn man das große Haus alleine bespielt. Es erschien mir schon immer ideal, hier einmal aus allen meinen Sparten eine Art subkutan verknüpften Kosmos aufzubauen, mit dem Ansatz, die formalen und inhaltlichen Hauptkräfte anzudeuten, aus denen sich meine Arbeit speist.

Bildergalerie

Bildergalerie

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30 Bilder
Jeff Beer 1 Jeff Beer 2 Jeff Beer 3 Jeff Beer 4
Die Ausstellung von Jeff Beer "Verpuppungen V" ist vom 4. Februar bis 29. März im Oberpfälzer Künstlerhaus in Schwandorf (Fronberger Straße 31) zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Donnerstag 12 - 18 Uhr; Sonntag 11 - 16 Uhr. Infotelefon: 09421/9716. (Alle Bilder: Ingrid Popp, Medienhaus Der neue Tag 2007)

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Deshalb ist meine Freude groß, dass sich jetzt diese Ausstellungsidee realisieren ließ, wofür ich mich bei den Verantwortlichen sehr bedanken möchte. Es war ganz klar, dass es eine entschieden mehrspartige Ausstellung werden sollte. Das OKH bietet die Möglichkeit zu einem synoptischen Überblick, zu einem Dialog der einzelnen Gattungen, die ja teils sehr eng miteinander verknüpft sind, wie etwa die ganz aktuellen Aquarelle, denen man es auf den ersten Blick vielleicht nicht ansieht, dass sie ganz eng mit meinen frühen Skulpturen zusammenhängen, von ihnen inspiriert wurden.

Entsprechend ging ich an die Auswahl meiner Objekte. Der heimliche Schwerpunkt liegt diesmal auf der Malerei, die sich schon immer aus der Aufmerksamkeit für die Farbe speist, andererseits auch ein großes Interesse am Wesen der Formenwelt und des Dinglichen kennt, insofern es gelingt, daraus für die Malerei einen Funken zu schlagen. Diese beiden Aufmerksamkeiten machen eigentlich den Grundklang der gesamten Ausstellung aus, nicht nur in der Sparte Malerei.

Es war sehr spannend, zu beobachten, wie sich allmählich eine Gliederung, ein Rhythmus für die so unterschiedlichen Werkformen wie Bilder, Skulpturen, Fotografien herausentwickelte - wie sich die Arbeiten quasi gleich Spänen auf einem Magneten um ein inneres Zentrum zu ordnen begannen. Das Ringen um eine schlüssige Ausstellungskonzeption ist immer eine Art Geburtserlebnis. Eine Ausstellung ist für mich mehr als nur eine temporäre ästhetische Konstellation, sie ist für mich auch ein auskristallisierter geistig-seelischer Kosmos.

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