Hetzjagd quer durch New York
Jetzt im Kino: Richard Donners "16 Blocks" mit Bruce Willis und Mos Def
Bruce Willis hat diesen Rollentyp zwar nicht erfunden, aber perfektioniert: Den des Helden, der mehr einstecken muss als er austeilen darf, der getretene Hund im Kampf für das Gute. Selbst sein John MacLane in den "Stirb Langsam"-Filmen bekam immer erst ordentlich die Hucke voll, bevor er die bösen Jungs erledigen konnte.
|
| Polizist Jack Mosley (Bruce Willis) ist beileibe kein strahlender Superheld. Er hat zwar das Herz eines Kriegers, aber leider auch die Leber eines Säufers. (Bilder: Warner Bros.) |
Mehr Kriminalistenarbeit wird ihm nicht mehr zugetraut, mehr Verantwortung nicht mehr übertragen, denn Mosley, ein ausgebrannter Alkoholiker, hat seine besten Tage als Gesetzeshüter schon lange hinter sich. Umso weniger verwundert es, wenn sein Vorgesetzter ausgerechnet ihn auswählt, um Babysitter für den Gauner Eddie Bunker (Mos Def) zu spielen. Mosley soll den geschwätzigen Kleinkriminellen vom Polizeihauptquartier zum Gerichtsgebäude bringen, das 16 Häuserblocks entfernt liegt.
|
| Geht über Leichen: der korrupte Polizist Frank Nugent (David Morse). |
In letzter Sekunde kann der lebensmüde Cop Bunker das Leben retten. Aber als sich beide nach der Schießerei in einer Kneipe in Sicherheit bringen und Mosley Verstärkung anfordert, wird im klar, wer den wichtigen Zeugen unbedingt tot sehen will: seine eigenen Polizeikollegen, allen voran Mosleys ehemaliger Partner Frank Nugent (David Morse). Doch der längst abgeschriebene Versager mit der Schnapsfahne gibt seinen Schützling nicht auf: Er will Bunker zum Gericht bringen ... lebend.
|
| Der Gauner Eddie Bunker (Mos Def). |
Statt zeitaufwändig einen passenden Hintergrund (üblicherweise: Ehefrau tot, davongelaufen oder beides) für den alkoholsüchtigen Protagonisten zu dichten oder sonstige Entschuldigungen zu drechseln, erzählt "16 Blocks" tatsächlich "nur", wie der Held seinen Schützling von A nach B zu bringen versucht und dabei auch sein eigenes Leben rettet. Und das ist unglaublich spannend.
|
Mit Bruce Willis, Mos Def, David Morse, Cylk Cozart.
Buch: Richard Wenk.
Kamera: Glen MacPherson.
Musik: Klaus Badelt.
102 Minuten, frei ab 12 Jahren.
Im Internet: www.16blocks-derfilm.de























