Karlsbad
"007": Action im Grenzbereich
Dreharbeiten für neuen James-Bond-Streifen "Casino Royale" versetzen Böhmen in Aufruhr
Karlsbad. Böhmen wartet auf James Bond. Doch wann er kommt und wo der legendäre "007" zu den Dreharbeiten des neuen Films "Casino Royale" erscheint, wird momentan von der Produktionsfirma so geheim gehalten wie die Nummernkombination zum Tresor der englischen Kronjuwelen.
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| Der Neue mit der Lizenz zum Töten: Daniel Craig ist James Bond in "Casino Royale". (Bild: Sony Pictures) |
"Casino Royale", vor Jahrzehnten schon einmal mit Peter Sellers, Daliah Lavi, John Huston und David Niven verfilmt, sorgt nicht nur in Prag für Aufregung bei "007"-Fans. Vor ein paar Wochen gab es erste Hinweise darauf, dass ein Teil der Produktion im bayerisch-böhmischen Grenzraum gedreht werden soll. Die Orte Plana, Loket und Karlsbad wurden genannt.
Mitte Mai in Karlsbad? Unterdessen steht wohl fest, dass "007" mitsamt seinem gigantischen Aufnahmetross nach Karlovy Vary (Karlsbad) reist. "Irgendwann Mitte Mai", so wird auf J.B.-Fanclubseiten im Internet gemutmaßt, tritt der smarte Geheimdienstmann im Casino des weltbekannten tschechischen Badeortes vor die Kameras und wird dort von Regisseur Martin Campbell zu seinem Jeton-Einsatz dirigiert.
Dass es in Karlsbad auch Außenaufnahmen gibt, scheint ebenso sicher zu sein wie die Summe von 1000 Euro, die für jeden Drehtag in die Stadtkasse fließen. Ungewiss ist allerdings, ob Karlovy Vary in dem ab November 2006 in die Kinos kommenden Film eine namentliche Nennung erfährt.
Das gilt auch für den nicht weit von Karlsbad entfernten Ort Loket (Elbogen) im Bezirk Sokolov, wo nach Gerüchten um Außenaufnahmen unterdessen ebenfalls das Bond-Fieber grassiert. Tschechische und sächsische Medien haben erfahren, dass kürzlich Mitarbeiter des aus Neuseeland stammenden Regisseurs Campbell in Horni Plana (Oberplan) auftauchten und sich dort für ein leer stehendes Krankenhaus interessierten.
"Sie waren da", hat der Konkursverwalter des hoch in die roten Zahlen geratenen Hospitals, Jan Spelina, unterdessen bestätigt und eine Summe von 700 Euro Tageshonorar genannt, die für eine Nutzung der Liegenschaft angeboten wurde. Dass Bond ins Krankenhaus muss, steht im Drehbuch. Details bleiben aber vorerst unter Verschluss. Nur so viel wurde verraten: "Er wird verletzt und bedarf einer Behandlung."
Auch im Hinblick auf die Besetzungsliste bleibt so mancher Schleier ungelüftet. Daniel Craig, im englischen Chester geboren und Ex-Freund von Heike Makatsch, darf erstmals "007" spielen und Judi Dench schlüpft erneut in die Rolle von "M". Ob auch Thandie Newton als "Bond-Girl" mit dabei ist und Heidi-Klum-Ehemann Seal den Part eines afrikanischen Geldwäschers übernommen hat, will in den Prager Barrandov-Studios momentan keiner kommentieren. Nur dies sickerte noch durch: Miss Moneypennys gewohnter Auftritt ist ersatzlos gestrichen.
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