Brauchtum
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| Hoch lodern die Flammen. Schon die alten Kelten sollen so den Winter "vertrieben" haben. Bild: dpa |
Flammen stehen
für Fruchtbarkeit
Das Funkenfeuer ist ein uralter Brauch zum Beginn der Fastenzeit. Es geistern mehrere Erklärungen umher, woher er stammt. So sollen schon die Kelten große Feuer entzündet haben. Sie glaubten wohl, dass sich der Winter dadurch vertreiben lässt.
Die Kelten waren Völker, die vor sehr langer Zeit Teile Europas bewohnten - vor etwa 2500 Jahren. Die Flammen sollen ebenso ein Zeichen der Freude gewesen sein: Nun beginnt bald der Frühling.
Forscher glauben: In früheren Zeiten meinten die Menschen, die Feuer sind außerdem gut für die Fruchtbarkeit. Also dafür, dass zum Beispiel Menschen und Tiere Babys bekommen. Und wenn das Gemüse auf dem Feld gut wächst, sagt man auch: Die Erde ist fruchtbar.
Früher erzählten die Leute sich: Je höher die Flammen schlagen, umso fruchtbarer wird das Jahr für Mensch, Tier und Früchte auf dem Feld. Die Asche des Funkenfeuers wurde deshalb wohl auf die Felder verteilt.
Übrigens: Funkenfeuer entzünden die Menschen nicht nur im Süden Deutschlands. In anderen Regionen gibt es den Brauch noch in ähnlicher Form. An den Küsten Nordfrieslands in Schleswig-Holstein heißt er zum Beispiel "Biikebrennen". Das Fest mit lodernden Feuern wird jedes Jahr am 21. Februar gefeiert. (dpa)
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