München
"Das Lob der Torheit"
Hauptwerk von Erasmus von Rotterdam neu übersetzt
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| 500 Jahre nach der Erstveröffentlichung erscheint "Das Lob der Torheit" in einer neuen Übersetzung. |
Wie kommen die Menschen dazu, über die Dummheit zu lachen? Gäbe es ohne sie doch keine Leidenschaft und keine Liebe. Keine Gesellschaft hätte Bestand, kein Mensch würde dem anderen vertrauen. Erst ein gerüttelt Maß an "stultitia" - vulgo: Torheit - lässt unser Leben gelingen. Höchste Zeit also für eine Lobrede! Da sich kein anderer findet, ergreift in schönster Selbstüberschätzung Frau Stultitia persönlich das Wort.
In geschliffener Sprache, dabei launig und hochironisch, führt sie uns vor Augen, was wir nicht sehen wollen: Ohne sie, die Torheit, wäre alles nichts. Nur wenn es um Prunksucht und Selbstgefälligkeit in den Reihen der Kirche geht, kennt sie keinen Spaß. Vom einfachen Priester bis zum Papst: Stultitia stellt sie alle bloß.
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Erasmus von Rotterdam: "Das Lob der Torheit", aus dem Lateinischen übersetzt und mit einem Nachwort von Kurt Steinmann. Mit 12 Bildern von Cornelia Steinmann, 176 Seiten, Prachtband im gestalteten Schmuckschuber, 59,95 Euro, Manesse Verlag.
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