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Von Andrea Frey, dpa  |  06.02.2012  | Netzcode: 3129704  |  454 Mal gelesen.

Senioren als "Bufdis" hochwillkommen

Ein Angebot für Ältere, die sich nicht zum "Alten Eisen" zählen

Viele Senioren engagieren sich ehrenamtlich. Der
Viele Senioren engagieren sich ehrenamtlich. Der Bundesfreiwilligendienst bietet ihnen eine neue Möglichkeit. Eine Altersgrenze gibt es bei dem Nachfolger des Zivildienstes nicht. Und die Arbeit der Freiwilligen wird vergütet. Bild: dpa
Mittags um halb eins ist Sabine Eichholz-Ouwerkerk meistens zum Kartenspielen verabredet. An drei Tagen pro Woche trifft sich die 64-Jährige mit einem ihrer Schützlinge. Sie arbeitet für den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei Marli, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung in Lübeck.

Seit Juli 2011 hat der BFD den Zivildienst abgelöst. Die Einsatzorte der Zivis blieben jedoch erhalten und stehen nun nicht mehr nur jungen Männern nach dem Schulabschluss offen. Das Angebot richtet sich an Menschen jeder Altersklasse. Darin unterscheidet sich der BFD vom Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr, das lediglich Ehrenamtlichen unter 27 Jahren offensteht. Beim BFD sind Senioren wie Sabine Eichholz-Ouwerkerk dagegen ausdrücklich willkommen.

Insgesamt knapp 27 000 Freiwillige, oft "Bufdis" genannt, haben bisher einen Vertrag unterschrieben. "Täglich kommen etwa 200 neue hinzu. Rund 20 Prozent der Bufdis sind älter als 27 Jahre, gehören also der neuen Zielgruppe an", sagt Jens Kreuter, der das Programm im Bundesministerium für Familie, Senioren und Jugend betreut. "Es gibt allein vier Bufdis jenseits der 75." Sie hätten ihre Einsatzgebiete im Sport, im Sozialen und im Denkmalschutz gefunden - das spiegelt auch das Spektrum des freiwilligen Engagements wider.

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