Wie Zuckerstücke Leben retteten
Vor 50 Jahren gab es in Deutschland die erste Schluckimpfung gegen Kinderlähmung
Mund auf, ein Zuckerstückchen mit Impfstoff rein und schon ist die Impfung vorbei. Viele Jahre lang wurden Kinder mit so einer Schluckimpfung vor der Kinderlähmung geschützt. Dank der Impfung kommt die Krankheit in Deutschland heute nicht mehr vor.
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| Hier bekommt ein indischer Bub noch die "Schluckimpfung" gegen Kinderlähmung. Bei uns wird der Impfstoff inzwischen gespritzt - das ist sicherer. Bild: dpa |
Aber Hauptsache ist ja, dass die Impfung wirkt! Heute werden Babys schon in den ersten Lebensmonaten mehrmals geimpft. Sie können die Krankheit dann nicht mehr bekommen.
In die "Eiserne Lunge"
Als es die Impfung noch nicht gab, steckten sich immer wieder Kinder mit der Krankheit an. Viele von ihnen mussten dann in eine sogenannte Eiserne Lunge. Das war ein spezielles Gerät, in dem die Kranken liegen mussten, damit sie atmen konnten. Wenn sie die Krankheit überstanden hatten, konnten die Kinder oft nicht mehr richtig laufen oder sich bewegen. Daher auch der Name Kinderlähmung.
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| Diese Schulkinder wurden 1962 in Deutschland geimpft. Bild: dpa |
Mittlerweile ist die Krankheit glücklicherweise auf der ganzen Welt selten geworden. In einigen Ländern bricht sie aber immer wieder mal aus. Das liegt daran, dass vor allem in armen Ländern nicht immer alle Menschen geimpft werden.
In Deutschland feiert die Impfung nun Geburtstag: Vor 50 Jahren, am 5. Februar 1962, wurde in Bayern zum ersten Mal ein wirksamer Impfstoff verabreicht. Damals war Deutschland aber noch ein geteiltes Land. Außer der Bundesrepublik, zu der auch Bayern gehörte, gab es noch die DDR. Dort hatten die Ärzte schon etwas früher mit der Impfung begonnen. (dpa)





















