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"Ballast der Republik": Neues Album der Toten Hosen
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Von Irma Held |
26.01.2012
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Schwandorf
Spindeltreppe zur Ideenschmiede
Der Schwandorfer Architekt Alfred Popp saniert sein Elternhaus aus dem Jahr 1577
Der Dachstuhl von 1577 ist wieder sichtbar. Der Architekt nutzt den beeindruckenden Raum mit seiner hervorragenden Akustik zu Besprechungen. Bilder: Götz (3)
Sein Büro hat Alfred Popp seit 2005 im Wohnzimmer. Nicht etwa in dem, das er mit seiner Familie bewohnt, sondern an der Friedrich-Ebert-Straße, mitten in der Schwandorfer Innenstadt. Der Architekt arbeitet jetzt genau da, wo er früher am liebsten gesessen und aus dem Fenster im ersten Stock das Treiben auf der Einkaufsstraße verfolgt hat. Den Beobachtungsposten hat er allerdings aufgegeben, dazu fehlt ihm einfach die Zeit.
Wenn er über die Erfüllung seines Traumes spricht, kann er nicht nur stundenlang erzählen, man kann ihm ebenso lang auch aufmerksam zuhören. Popps Gefühle für dieses denkmalgeschützte Haus werden spürbar und wirken ansteckend, gleichermaßen seine Liebe zum Detail bei der Restaurierung. Nichts ist zufällig, alles bewusst gewählt. "Vieles war mir viel wert, weil es mein Elternhaus ist. Man steht mit anderem Herzblut dahinter." Als "überzeugter Denkmalschützer", wie er sich bezeichnet, konnte er sich in dem aus dem Jahr 1577 stammenden "Hierl-Haus", das seit 1880 im Familienbesitz ist, "austoben". Die Fassade lässt erahnen, dass das Gebäude einige Jahrhunderte auf dem Buckel hat, aber die wahren Schätze birgt es im Innern - die Spindeltreppe aus Sandstein beispielsweise. Ihr hat sich Popp schon als Student angenommen. Er hat sie damals vom Holzbelag befreit und den Sandstein, der als Baustoff in der Oberpfalz sehr selten ist, wieder ans Licht geholt. Auch seine Diplomarbeit befasste sich mit dem Haus, in dem jahrzehntelang Bäcker ihrem Handwerk nach gegangen sind, bis sein Urgroßvater, der Sattler Johann Hierl, das einstige Patrizierhaus erwarb. Von ihm hat es seinen Namen und diesen, obwohl Karl Popp eingeheiratet hat, bis heute behalten. "Von meinem Vater haben viele nicht gewusst, dass er Popp heißt. Es war der Hierl," merkt Alfred Popp zur Familiengeschichte an und kehrt zu den Besonderheiten des Hauses zurück.
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Von Irma Held |
26.01.2012
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Schwandorf
Spindeltreppe zur Ideenschmiede
Der Schwandorfer Architekt Alfred Popp saniert sein Elternhaus aus dem Jahr 1577
Gotische Holzdecke
Die Spindeltreppe aus Sandstein war früher der einzige Aufgang und erschließt nachwievor das Dachgeschoss. In die Büroräume im ersten Stock führt heute auch eine Außentreppe.
Dazu zählt die gotische, aufwendig profilierte Bohlen-Balken-Decke in einem Arbeitsraum des Architekturbüros im ersten Stock. Hier ist der ursprüngliche Grundriss weitestgehend wiederhergestellt. Die Holzdecke wurde bei der Sanierung freigelegt, auch eine Art Nische, deren Zweck nicht geklärt ist. Sie könnte als Außenkühlschrank gedient haben, aber auch als Einlass für Brieftauben.
Sichtbar gemacht wurde ebenso der nahezu vollständig erhaltene Dachstuhl, dem nun ein Zwischenboden fehlt, damit sich die Konstruktion sehen lassen kann. "Untersuchungen haben ergeben, dass das Holz im August 1576 gefällt und im Frühjahr 1577 eingebaut wurde."
Einst hat das Dachgeschoss als Getreidelager gedient. Verborgene Zeugen dafür gibt es noch. Heute ist es ein schicker Besprechungsraum, der Atmosphäre ausstrahlt, mit einer Akustik, die an kleine, aber feine Konzerte denken lässt. Dezent fügt sich hier ebenfalls Neues, wie die Türen etwa oder die Treppe zur Galerie, in die jahrhundertealte Grundsubstanz ein. Und dieses Dachgeschoss ist so raffiniert saniert, dass es schnell in eine Stadtwohnung verwandelt werden kann.
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Schwandorf
Spindeltreppe zur Ideenschmiede
Der Schwandorfer Architekt Alfred Popp saniert sein Elternhaus aus dem Jahr 1577
"Hat mich gesucht"
Das war der Logenplatz von Alfred Popp. Von hier aus hatte er die Friedrich-Ebert-Straße visuell bestens im Griff. Jetzt fehlt ihm für diese Blicke die Zeit.
"Das Haus, das hat mich gesucht", ist sich Popp sicher und erwähnt, dass sich alles gut gefügt hat. Bauherr und Architekt waren ein und dieselbe Person, er hatte bereits Erfahrung als Architekt und Sanierer gesammelt, und sehr gut mit dem Denkmalschutz zusammengearbeitet. "Ohne Zuschüsse wäre das nicht machbar gewesen," sagt er, und führt zu einer weiteren Kostbarkeit. Das Kreuzrippengewölbe steht jedem offen, wenn das Geschäft im Erdgeschoss auf hat. Beim Betreten empfängt den Kunden ein Gewölbeschlussstein mit der Jahreszahl 1577. Dazu muss er einen Blick nach oben riskieren. Und die anderen Schlusssteine über der neuesten Mode bergen seltsame Monogramme, vielleicht vom Steinmetz, vielleicht vom Erbauer und dessen Frau, die vielleicht Helena hieß. Viel "vielleicht" mit der Gewissheit: Das Gewölbe ist alt, steinalt, über 400 Jahre alt.
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Das Haus Friedrich-Ebert-Straße 15 wurde 1577 als Patrizierhaus erbaut. Um 1695 gehörte es einem Abraham Terrscher, Bäcker und Senator. Zum Haus zählten auch Felder und ein Felsenkeller. In der mehr...
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