Mit der Rohrpost verschickte man früher seine Briefe - Das gibts auch heute noch
Wer vor 100 Jahren in Berlin schnell eine Nachricht verschicken wollte, schrieb sie auf einen Zettel oder eine Karte. Damit stapfte er ins nächste Postamt und sagte: "Einmal per Rohrpost bitte."
"Das war damals der schnellste Weg sich Nachrichten zu schicken", erzählt Veit Didczuneit. Er arbeitet im Museum für Kommunikation in der Hauptstadt Berlin und weiß alles über die Rohrpost.
"Damals hatten viele Städte der Welt eine Rohrpost", erzählt er. Damit konnte man einen Brief in einer Stadt zum Beispiel von einem Stadtteil in einen anderen schicken - durch Rohre, die unter der Erde liegen. In Deutschland gab es zum Beispiel auch in den Städten Hamburg und München eine Rohrpost.
24.01.2012
| Netzcode: 3115497 | 291 Mal gelesen.
Wenn Papier durch Rohre saust
Mit der Rohrpost verschickte man früher seine Briefe - Das gibts auch heute noch
Das ist Veit Didczuneit vom Museum für Kommunikation Berlin. Er zeigt eine Station, in die früher Briefe zum Verschicken eingelegt wurden.
Nicht mehr in Betrieb
Manche Menschen gratulierten sich über die Rohrpost zur Hochzeit, bestellten etwas bei Firmen oder schickten einfach nur einen Gruß wie mit einer Postkarte. Solche Briefe und Karten von früher sammelt Veit Didczuneit. "Es ist spannend herauszufinden, wer da Briefe geschrieben hat, und wohin sie gingen", erzählt er. "Das ist ein bisschen wie Detektiv-Arbeit."
Noch vor hundert Jahren verschickten Menschen täglich Tausende solcher Briefe per Rohrpost. Doch dann setzten sich schnellere Techniken durch: Zum Beispiel das Telefon, das Fax und inzwischen ja auch E-Mails. Deshalb ist in Berlin die Stadt-Rohrpost seit über 30 Jahren nicht mehr in Betrieb.
24.01.2012
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Wenn Papier durch Rohre saust
Mit der Rohrpost verschickte man früher seine Briefe - Das gibts auch heute noch
An solchen Vorrichtungen kam die Rohrpost an und fiel ins Netz.
"Manche Firmen haben aber auch heute noch eine Rohrpost im Haus", erzählt Veit Didczuneit. Große Krankenhäuser zum Beispiel. Und auch das Haus, in dem unsere Bundeskanzlerin arbeitet, das Kanzleramt. Denn in einigen Dingen ist die Rohrpost immer noch super: Zum Beispiel kann man damit schnell Bargeld verschicken, Akten oder auch Medikamente. Das konnte bisher noch keine Technik ersetzen. (dpa)
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