"Little broken Hearts": Norah Jones besingt ihren Trennungsschmerz
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Interview mit dem RTL-Nachrichtenchef Peter Kloeppel - Preis für Film über den 11. September
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"Ballast der Republik": Neues Album der Toten Hosen
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Von Stefan Voit |
06.11.2010
| Netzcode: 2560433 | 266 Mal gelesen.
Geschichte vor unserer Haustür
Magazin "Bayerische Archäologie" informiert über Funde, Arbeiten und Forschungsergebnisse
Das Titelblatt der aktuellen Ausgabe von "Bayerische Archäologie". Bild: hfz
Dieses Magazin stellt die Archäologie in Bayern ausführlich wie keine andere Zeitschrift dar: Aktueller, näher dran, lebendiger. Veranstaltungen und Vorträge, Museen und Vereine, Schulen und Archäologie – das alles hat hier Platz und Forum.“ So beschreiben die Herausgeber Roland Gschlößl und Markus Tremmel „Bayerische Archäologie“. Vier Mal im Jahr informieren sie über neueste archäologische Ausgrabungen, Entdeckungen, Vorträge, bringen Reportagen Interviews und Hintergründe zum Thema Archäologie. Die Kulturredaktion sprach mit Herausgeber Markus Tremmel. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Magazin über die bayerische Archäologie herauszubringen? Tremmel: Ich hatte 2004 begonnen, für die Gesellschaft für Archäologie in Bayern über archäologische Themen zu schreiben und dabei schnell entdeckt, was für spannende Geschichten sich da verbergen. Geschichten, die im Tagesgeschäft der Medien leider oft untergehen oder es aus Platzmangel nur auf wenige Zeilen bringen. Ich wollte aber die ganzen Geschichten, auch die Menschen dahinter, die Archäologen und Ehrenamtlichen zeigen. Das geht am besten in einem solchen Magazin, mit Platz für ausführliche Reportagen und vor allem auch für Bilder. Wichtig ist, dass man die oft nur für Fachleute verständliche wissenschaftliche Sprache ins Lesbare übersetzt – so bereinigt, erschließen sich dann für ein allgemeineres Publikum erst die wahren Schätze der Archäologie, die ja doch über 90 Prozent unseres Geschichtswissens beisteuert! 2007 ist die erste Ausgabe der „Bayerischen Archäologie“ erschienen. Die überaus positiven Reaktionen bestätigen uns, dass wir damit richtig liegen.
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Von Stefan Voit |
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Geschichte vor unserer Haustür
Magazin "Bayerische Archäologie" informiert über Funde, Arbeiten und Forschungsergebnisse
Wer steckt hinter diesem Projekt?
Die Herausgeber von "Bayerische Archäologier": Roland Gschlößl (links) ist Religionswissenschaftler und lebt in Regensburg., Markus Tremmel, Politologe, arbeitet seit über zehn Jahren als Freier Journalist, vornehmlich als Hörfunkreporter für Bayern 1. Bild: hfz
Tremmel: Das sind zum einen die beiden Herausgeber und Initiatoren: Roland Gschlößl aus Regensburg und ich; zum anderen die Gesellschaft für Archäologie in Bayern, ein Verband mit rund 3000 Mitgliedern, mit dem wir thematisch zusammenarbeiten und der seit 2010 unser Magazin seinen Mitgliedern auch als Mitgliederzeitschrift mitgibt, sowie – ebenfalls seit diesem Jahr – der Verlag Friedrich Pustet in Regensburg, der die Zeitschrift verlegerisch betreut. Können Sie uns etwas zu Umfang, Erscheinungsweise, Auflage, Preis und Leser erzählen? Tremmel: Die Zeitschrift hat derzeit 64 Seiten, erscheint vierteljährlich in einer Auflage von etwa 4000 Exemplaren und kostet im freien Verkauf 7,90 Euro, im Abo sechs Euro, also 24 Euro im Jahr. Gelesen wird sie von Archäologen ebenso wie von ehrenamtlich in der Archäologie Tätigen, von historisch interessierten Menschen und, was uns besonders freut, auch von begeisterten Schülern. Ich kenne sogar einige Grundschüler, die das jeweils nächste Heft kaum erwarten können. Wir haben Leser nicht nur in Bayern, sondern in Deutschland, Tschechien, Österreich, Schweiz, Belgien, Italien, Frankreich und sogar in den USA. Auch viele archäologische Institute sind Abonnenten. Wer sucht die Themen aus und wer liefert Beiträge? Tremmel: Die Themen ergeben sich einerseits aus den aktuellen Grabungen in Bayern, andererseits überlegen wir uns als Herausgeber für jedes Heft ein Schwerpunktthema, das wir dann ausführlicher behandeln. Viele Beiträge schreiben wir selbst, daneben liefern Archäologen Texte und Bilder, auch Studierende, Ehrenamtliche sowie Lehrer, die von archäologischen Aktionen an ihren Schulen berichten.
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Geschichte vor unserer Haustür
Magazin "Bayerische Archäologie" informiert über Funde, Arbeiten und Forschungsergebnisse
Was ist das Besondere an ihrem Magazin und worin unterscheidet es sich von anderen Archäologie-Magazinen? Tremmel: Dadurch dass wir uns auf Bayern beschränken, können wir viel ausführlicher und spannender erzählen, von Dingen, die direkt vor unserer Haustüre passieren oder einst passiert sind. Wir können Zusammenhänge ausbreiten, Menschen zeigen – anstatt nur Themen und Ergebnisse; wir haben Platz für große Fotos, längere Interviews und kritische Nachfragen. Wichtig sind uns auch Ehrenamtliche oder Kommunalpolitiker, die in anderen Archäologie-Magazinen nicht zu Wort kommen. Und: In jedem Heft haben wir eine Rubrik „Schule und Archäologie“, in der sich Schüler mit ihren archäologischen Projekten und Exkursionen wiederfinden. Warum ist gerade die Archäologie in Bayern so besonders interessant? Tremmel: Begünstigt durch geographische Vorzüge – zum Beispiel große Flüsse wie Isar, Donau, Main – und fruchtbare Böden, haben hier seit frühesten Zeiten Menschen gelebt. Bayern gehört zu den Gegenden in Europa, wo sich erste Bauern sesshaft gemacht haben. Uralte europäische Fernhandelswege verliefen – wie heute ja auch noch – mitten durch Bayern. Dann ist Bayern über Jahrhunderte hinweg keltisches Kernland, später gehören wir fast fünf Jahrhunderte lang zum römischen Imperium, danach formieren sich – rätselhaft bis heute – die Bajuwaren wohl als Multi-Kulti-Sammelsurium. Kurzum: Bayern in seiner zentralen Lage zwischen dem Norden und dem Mittelmeer, zwischen Gallien und Orient, ist archäologisch gesehen ein europäischer Brennpunkt. Was erwartet die Leser im November-Heft? Tremmel: Die Bronzezeit in Bayern, eine ganz spannende Epoche! Da gibt es zum Beispiel bei Bernstorf im Landkreis Freising einen Hügel, wo vor Jahren sensationelle Funde gemacht worden sind, die Beziehungen zu Mykene andeuten. Man spricht von Bernstorf vom „bayerischen Troja“. Dann kann man Neues über den Rauhen Kulm erfahren, wir greifen das Thema der „bayerischen“ Kelten nochmal auf und lösen vielleicht das Rätsel um den bisher unbekannten Namen des keltischen Oppidums von Manching. Und, wie gehabt, Berichte und Reportagen von aktuellen Grabungen.
Weitere Informationen im Internet: www.bayerische-archaeologie.de
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