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"Ballast der Republik": Neues Album der Toten Hosen
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Von Peter Tamme |
21.08.2010
| Netzcode: 2461255 | 1063 Mal gelesen.
Wo kommt's ihr überhaupt her?
Von der Kirche zur Burgruine: Wanderung von Stein nach Liebenstein
Auf der kaum befahrenen Asphaltstraße hat man auch bei trübem Wetter einen weiten Blick in die Oberpfälzer Landschaft hinter Schwarzenbach (Landkreis Tirschenreuth). Bilder: Tamme (3)
Ausgangspunkt der Wanderung ist die Ortschaft Stein. Schon von weitem erblickt man die wie eine Glucke über ihren Küken thronende St.-Laurentius-Kirche. Die Besichtigung heben wir uns für den Schluss auf, parken unser Auto auf dem stimmungsvollen Kirchplatz und wandern los bis zum Ortsrand, bevor wir nach Osten einbiegen. Es geht sanft bergauf und bergab immer der Morgensonne entgegen, die unzählige Tautropfen glitzern lässt. An den Rändern der Mais- und Weizenfelder flattern Schmetterlinge, die anscheinend auch Frühaufsteher sind.
Nach Norden geht der Blick auf draußen weidendes Vieh und den Ortskern mit der versteckten Ruine von Liebenstein. Am Wegrain leuchten Weidenröschen violett und Johanniskraut und Löwenmäulchen gelb. Auf einem Kartoffelfeld lesen wir, dass hier der "Rohstoff" für die "Crunchips" heranwächst. Beim Neuteichhof entdecken wir im Dachstuhl des Haltestellenhäuschen ein nicht zu überhörendes Hornissennest.
Dann nähern wir uns Honnersreuth. Dieser Name erinnert an das etwa 30 Kilometer entfernte, dank der "Resl" weltberühmt gewordene Konnersreuth. Auf dem Asphaltweg herrscht Stille. Zwei Marterln von 1890 und 1908 bezeugen Dankbarkeit und Gottesverehrung. Einfache Schilder laden zu Ferien auf dem Bauernhof ein. Der Dialekt zweier entgegenkommender Frauen lässt auf Einheimische schließen. Das ovale Zentrum des Dorfes mit seinen schmucken Häusern markieren ein wegen der Ferien verwaister Kinderspielplatz und ein Millennium-Baum aus dem Jahr 2000.
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Von Peter Tamme |
21.08.2010
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Wo kommt's ihr überhaupt her?
Von der Kirche zur Burgruine: Wanderung von Stein nach Liebenstein
Mit dieser Ansicht des eleganten Innenraums der St.-Laurentius-Kirche in Stein findet die Wanderung einen froh stimmenden Abschluss.
Unter der eindrucksvollen schattigen Linde rasten zwei Radler, die wie wir die im Ort unklare Wegemarkierung bedauern. Also erfragen wir bei einem Treckerfahrer den Weg nach Schwarzenbach. Doch er erklärt uns wortreich, wie wir zum Bahnhof von Liebenstein kommen könnten, und fragt dann plötzlich: "Und wo kommt's ihr überhaupt her?" Zwei Frauen, die auf einem Balkon mitgehört haben, bestärken uns in der Absicht, einfach weiter der Sonne entgegenzumarschieren.
Dunkler Fichtenwald
Dabei passieren wir einen mit dunklen Fichten bestandenen Waldrand, in dem wir Himbeeren und Maronen finden. Danach einige "hitzegeschädigte", braungraue Weizenfelder und immer wieder Maisfelder, viele von blau leuchtenden Kornblumen gesäumt. Ein Bahnschwellen-Stapel verrät uns, dass wir eine inzwischen mit frischem Schotter aufgefüllte ehemalige Bahntrasse gekreuzt haben.
Dann hören und sehen wir den Glockenturm von Schwarzenbach. Der Ort gehört zur Stadt Bärnau. Am Dorfeingang genießt eine weiße, schnatternde Gänseschar die Freiluft-Fütterung. Unterhalb der Kirche biegen wir nach links in Richtung Liebenstein ein. Zunächst sind auf der kaum befahrenen Asphaltstraße weite Rundblicke in die Oberpfälzer Landschaft möglich.
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Wo kommt's ihr überhaupt her?
Von der Kirche zur Burgruine: Wanderung von Stein nach Liebenstein
Mit viel Liebe saniert der Bürgerverein die 875 Jahre alte Burgruine Liebenstein.
Kurz vor Liebenstein passieren wir den Vizinalbahn-Radweg. Eine Tafel schildert die Geschichte dieser 1872 gebauten und 1975 für den Personenverkehr aufgegebenen Lokalbahnlinie. Derzeit sind Bauarbeiter links der Straße im Einsatz. Die riesige "weiße Wand" einer Kartonagen-Fabrik kündigt die Ortseinfahrt nach Liebenstein an.
Ein Fußgängerweg führt zum höchsten Punkt mit den 2006 freigelegten Granitfelsen und der Aussicht auf die etwas tiefer gelegene, weiß leuchtende Burgruine. Der Bürgerverein saniert die heuer 875 Jahre bestehende Anlage mit viel Engagement.
Nun ist es nur noch ein kurzes Stück bis zur prächtig renovierten St.-Laurentius-Kirche in Stein. Im Innern überrascht das 1947 von Ossy Tytlik (1909-1994) geschaffene Riesengemälde mit dem Jüngsten Gericht. Sogar Hitlers Kopf ist unter Satans Fußschemel zu erkennen. Noch mehr jedoch beeindruckt der gesamte elegante Rokoko-Innenraum, in dem diese Wanderung so einen frohgestimmten Abschluss findet.
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Anfahrt
Auf der A 93 bis zur Ausfahrt Windischeschenbach; auf der Landstraße weiter in Richtung Tirschenreuth bis Pilmersreuth an der Straße (ein interessanter Name, weil doch alle Dörfer mehr...
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Auf der A 93 bis zur Ausfahrt Windischeschenbach; auf der Landstraße weiter in Richtung Tirschenreuth bis Pilmersreuth an der Straße (ein interessanter Name, weil doch alle Dörfer mehr...
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