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"Ballast der Republik": Neues Album der Toten Hosen
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Von Karl Scheuerer |
17.06.2010
| Netzcode: 2367288 | 325 Mal gelesen.
Euphorie und Alptraum
Kinderärztin kämpft in Südafrika gegen das Elend
"Kap meiner Hoffnung". Bild: Wilck
München. Mit der Fußball-Weltmeisterschaft rückt Südafrika für vier Wochen ins Zentrum des globalen Geschehens - zumindest für die vielen Fans des Spiels ums runde Leder. Die wenigsten von ihnen werden sich dabei mit den riesigen Problemen abgeben wollen, mit denen das Land am Kap der Guten Hoffnung zu kämpfen hat: Himmelschreiende Armut, allgegenwärtige Kriminalität, immer noch nicht ganz überwundene Rassenschranken und die weltweit höchste Zahl an Aids-Kranken sowie ein unterfinanziertes staatliches Gesundheitssystem.
Dass dies alles dennoch nicht ganz in den Hintergrund gedrängt wird, dafür könnte ein Buch sorgen, das im Münchner A-1-Verlag erschienen ist und wahrlich unter die Haut geht.
Kampf gegen Aids
"Es war ein Horror," erzählt Irina André-Lang. Die in Regensburg, Saarbrücken und Straubing ausgebildete Kinderärztin arbeitete von 1998 bis 2005 in verschiedenen Krankenhäusern in Südafrika. Dort führt sie täglich einen fast aussichtslosen Kampf gegen Krankheiten aller Art, vor allem gegen Aids. Mangelnde Hygiene in den Hospitälern, unzureichende Versorgung mit Medikamenten, die ungenügende Zahl an Ärzten machen ihr schwer zu schaffen. Viele Kinder sterben in ihren Armen, Irina André-Lang kann aber zahllose Buben und Mädchen retten.
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Von Karl Scheuerer |
17.06.2010
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Euphorie und Alptraum
Kinderärztin kämpft in Südafrika gegen das Elend
Sie arbeitet bis zur Erschöpfung, irgendwann rebelliert ihr Körper gegen die Belastungen. Ärzte-Kollegen diagnostizieren Brustkrebs, den sie aber nach einer Chemotherapie und Bestrahlungen besiegt.
Durch Zufall trifft sie auf dem Flughafen in Durban Harald Rast, einen Redakteur des Ingolstädter "Donaukurier", dem sie auf einer langen Fahrt ihre Geschichte erzählt. Der Journalist ist fasziniert und trägt ihr die Idee vor, daraus ein Buch zu machen. Die Kinderärztin sagt zu, Rast macht sich an die Arbeit: Herausgekommen ist "Kap meiner Hoffnung", ein fesselnd erzählter Bericht über die Erwartungen, die Leiden und die aufopferungsvolle Arbeit der deutschen Doktorin im Land ihrer Träume, in dem ihr das Leben manchmal zum Alptraum geriet.
Lesung in Weiden
André-Lang hält sich derzeit in Deutschland auf, denkt aber schon wieder daran, als Kinderärztin zu arbeiten. Sie setzt sich für ein Kinderhilfsprojekt in Lesotho ein, sammelt Geld und Hilfsgüter. Die Fußballspiele wird sie sich nicht ansehen, obwohl sie überzeugt ist, dass die Weltmeisterschaft "die größte Party wird, die die Welt je gesehen hat".
Am Montag, 21.Juni (16 Uhr), liest Irina André-Lang in Weiden aus dem Buch "Kap meiner Hoffnung". Die Lesung findet im Stadtteilzentrum "Café Mitte", Am Stockerhutplatz 1, statt.
Irina André-Lang (mit Harald Rast), "Kap meiner Hoffnung - als Kinderärztin in Südafrika", A-1-Verlag, München, 19,80 Euro.
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