Millionen für Prävention
Kids und Alkohol – Eltern: Augen auf und Zeit nehmen für Gespräche
(News-Reporter Net) Jugendalkoholismus ist auch hierzulande ein wachsendes Problem, vor dem man gerne die Augen verschließt. Dabei wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge im Jahr 2006 knapp 20 000 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung stationär behandelt. Hier sind auch die Eltern gefragt.
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Experten sind sich einig: Allein mit Verboten kommt man nicht weit und erreicht oft sogar das Gegenteil.
Viel wichtiger ist es, den verantwortungsbewussten Umgang mit Genussmitteln zu erlernen und als Eltern vorzuleben. Dazu gehört beispielsweise auch, sich Zeit für Gespräche zu nehmen, Kinder ernst zu nehmen, zu unterstützen, sie aber auch eigenverantwortlich Konflikte lösen zu lassen.
Gleichzeitig gilt es, die Augen offen zu halten und so eventuell problematisches Konsumverhalten möglichst früh zu erkennen. In einem breit angelegten Präventionsprojekt zur Bekämpfung von Alkoholmissbrauch durch Kinder und Jugendliche engagiert sich freiwillig auch die private Krankenversicherung (PKV).
Für die Kampagne, die sich gleichermaßen an Jugendliche mit privater wie mit gesetzlicher Krankenversicherung richtet, werden im Startjahr zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, Jugendliche vor den Gefahren des Alkoholmissbrauchs zu warnen. Die PKV setzt auf eine freiwillige Lösung für eine Stärkung der Primärprävention in Deutschland. Mit dem Projekt gegen Alkoholmissbrauch übernimmt sie dafür erneut Verantwortung.
Am besten kein einziges Glas
Frauen verzichten während der Schwangerschaft besser konsequent auf Alkohol. Es gebe keinen Sicherheit bietenden Grenzwert, bis zu dem ein risikoloser Konsum möglich ist, erläutert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).
Denn die Wirkung des Alkohols hänge unter anderem vom Körpergewicht und auch vom Stoffwechsel der Mutter ab.
Alkohol gelangt über die Plazenta direkt zum Kind und schädigt dessen Zellen und Organe, so der BVKJ.
Die Leber des Ungeborenen sei noch nicht in der Lage, die Giftstoffe abzubauen. Insbesondere in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten reagiere das Kind empfindlich auf Alkohol, warnen die Ärzte.
In dieser Zeit würden die Organe angelegt und ausgebildet. Außerdem sei die Entwicklung des Gehirns besonders gefährdet, da Alkohol die Vernetzung wichtiger Nervenzellen beeinträchtigt.
In den späten Schwangerschaftsmonaten behindere Alkohol das Wachstum des Embryos.


































