Grund genug zum Reden
Deutsche Bischöfe treffen sich wieder zu großer Konferenz
Am Montag hat eine wichtige Versammlung aller katholischen Bischöfe Deutschlands begonnen. Es wird kein einfaches Treffen für die Kirchenchefs: In den vergangenen Wochen ist bekannt geworden, dass in einigen katholischen Gruppen und Schulen Kinder und Jugendliche missbraucht wurden.
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| Auch bei den Bischöfen werden die Karten öfter neu gemischt. Bild: dpa |
Jahrelang geschwiegen
Die meisten Fälle sind schon viele Jahre her, die Kinder sind heute erwachsen. Jetzt erst waren sie mutig genug, über ihre schlimmen Erlebnisse zu reden.
In Freiburg in Baden-Württemberg wollen die Bischöfe darüber sprechen, ob es in der Kirche strengere Regeln geben muss. Was ist zu tun, wenn etwa ein katholischer Lehrer verdächtigt wird, Kinder zu missbrauchen? Soll das sofort der Polizei gemeldet werden? Darf der Mann trotzdem weiter für die Kirche arbeiten?
Einige Politiker und Fachleute sagen, die katholische Kirche verheimliche solche Fälle am liebsten. Dann gebe es keinen Ärger und alles bleibe, wie es ist. Das war zum Beispiel an einer Schule in Berlin so. Die Lehrer bekamen einfach einen Arbeitsplatz in einer anderen Stadt, bestraft wurden sie nicht.
Über Verbote reden
Die Kirchenchefs wollen auch darüber diskutieren, ob manche Regeln der Kirche eine Ursache für solche Probleme sein könnten. Etwa das Verbot für katholische Priester, zu heiraten oder eine Freundin zu haben. Dieses Verbot wird Zölibat genannt.
Das Treffen der Bischöfe dauert vier Tage. Sie wollen dabei auch darüber reden, wie man den Erdbebenopfern in Haiti helfen kann. Besprochen werden soll auch, was es für die Kirche bedeutet, dass es immer mehr ältere Menschen in Deutschland gibt. (dpa)





















