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"Kisses on the Bottom": Paul McCartney schaut zurück
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In den USA ist sie ein Klassiker, gegründet von Andy Warhol: Jetzt gibt es die "Interview" auf deutsch
"Neu! Die Nr. 1" lautet der tönende Titel der ersten Ausgabe. Das Cover der neuen deutschen Zeitschrift "Interview" ziert Shootingstar Lana Del Rey.
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Von Stefan Voit |
10.10.2009
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Die Erde macht den edlen Saft
Wertvoll und wohlschmeckend: die Weine aus der Ardèche
Bereits in der siebten Generation wird auf den Weinfeldern um Notre Dame de Cousignac Wein angebaut. Raphaël Pommier ist besonders stolz auf diese lange Tradition.
Fast zärtlich greift die Hand in die Erde, liebevoll führt sie der Winzer zu seiner Nase, riecht daran und atmet tief ein. "Hier war einst ein Meer. Schnecken und Muscheln, die man hier findet, zeugen davon. Fruchtbarste Erde. Und dieser Boden macht den Wein, die Trauben geben den Saft!" Raphaël Pommier weiß, wovon er spricht. Bereits in der siebten Generation wird auf seinem Gut "Notre Dame de Cousignac" in der Ardèche Wein angebaut.
"In diesem Jahr waren wir bereits am 15. September mit der Ernte fertig. Der Sommer war zu trocken, obwohl wir hier im Süden Frankreichs an Hitze gewohnt sind", sagt er mit einem nachdenklichen Unterton. "Das zeigt mir, dass sich das Klima ändert. Und zwar sehr schnell."
Heuer war die Arbeit, die sonst drei Wochen dauert, in eineinhalb Wochen beendet. "Wenn es nicht regnet, dann warten die Weinstöcke ab, Trauben zu bilden. Und als es dann kurz regnete, explodierten die Trauben fast." In der Zeit der Weinlese sind die Winzer und ihre Helfer täglich von vier Uhr bis 23 Uhr auf den Feldern unterwegs.
Von Stefan Voit |
10.10.2009
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Die Erde macht den edlen Saft
Wertvoll und wohlschmeckend: die Weine aus der Ardèche
Hier ist Teamarbeit angesagt: Auf ganz traditionelle Weise pressen die Winzer Ludovic und Corinne Lionnet ihre Trauben.
Es ist harte Arbeit, die die Weinbauern in der Ardèche leisten. Die Böden sind sehr sandig, trocken und kalkhaltig. Und doch reifen hier einzigartige Reben mit einem unverwechselbaren Geschmack südlicher Sonne.
"Côtes du Rhone", "Côtes du Vivarais", "Côtes du Village" und "Vin de Pays de Côteaux de l'Ardèche" sind die Namen der edlen Tropfen mit dem einzigartigen Aroma. In den letzten Jahren haben sich viel kleine Winzer zu Kooperativen zusammengeschlossen, um ihre Produkte besser vermarkten zu können.
Discounter als Problem
"Die Discounter sind zu einem immer größeren Problem geworden", weiß Christophe Reynouard, der in dem kleinen Weiler Balbiac seine Domaine hat. "Sie produzieren auf riesigen Weingütern nur auf Quantität und haben bei einem Preis von 1,50 Euro extrem kleine Gewinnspannen. Die Arbeit ist dabei die gleiche. Und was ist, wenn die Discounter den Wein nicht mehr abnehmen?"
Auf über 13 Hektar baut er seinen Wein an. In der dritten Generation führt er die Geschäfte und hat sich nach seinem Studium ganz auf die Winzerei konzentriert. "Worauf ich besonders stolz bin, sind meine über 100-jährigen Weinstöcke. Obwohl das Holz tot ist, treiben sie jedes Jahr aufs Neue und bringen prächtige Trauben hervor."
Von Stefan Voit |
10.10.2009
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Die Erde macht den edlen Saft
Wertvoll und wohlschmeckend: die Weine aus der Ardèche
Zum Teil über 100 Jahre alt sind die Weinstöcke von Christophe Reynouard. Und noch immer tragen sie reichlich Trauben für einen ausgezeichneten Wein. Bilder: Voit (4)
Er arbeitet bevorzugt mit dem Chatus, einer alten Weinsorte der Ardèche. Besonderen Wert legt er auf französische Eichenfässer, in denen der Rebensaft bis zu zwei Jahren und mehr lagert. Trotz der nicht einfachen Situation auf dem Weltmarkt ist ihm vor der Zukunft nicht bange: "2007 wurde ich von einem Sommelier eigens nach Hongkong eingeladen, um dort meine Weine vorzustellen. Jetzt liefere ich jedes Jahr 3700 Flaschen in die asiatische Metropole. Neben den Restaurants in der Gegend schätzen auch Weingenießer in der Schweiz, England, Belgien und Kanada meine edlen Tropfen."
Auch Corinne Lionnet in Cornas blickt positiv nach vorne. Als einzige Weinkellnerin für die Bezeichnung "Cornas" hat sie sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Dunkel und geheimnisvoll schimmert dieser Tropfen im Glas, würzig und fruchtig mundet er. Bis ins Jahr 1757 reichen die Anfänge der Winzerfamilie zurück.
Die junge Weinbäuerin legt größten Wert auf traditionellen und biologischen Weinanbau: Die Trauben werden noch mit den Füßen gestampft und von Hand gepresst. Diese Besonderheit wirkt sich auch auf den Preis aus: 18 Euro kostet eine Flasche dieses edlen Weins - auch er findet auf der ganzen Welt seine Abnehmer.
Von Stefan Voit |
10.10.2009
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Die Erde macht den edlen Saft
Wertvoll und wohlschmeckend: die Weine aus der Ardèche
Um über sieben Prozent ist der Export von französischem Wein im Jahr 2007 gestiegen. 2008 allerdings war der Weinkonsum weltweit rückläufig. Wichtigster Exportmarkt für französischen Wein sind weiterhin die USA, aber auch Asien entwickelt sich zunehmend zu einem relevanten Markt.
Zwischen 3,50 und 15 Euro liegt der Preis für die Flasche Wein bei Raphaël Pommier. Mit viel Liebe und Leidenschaft erzählt er von seiner Arbeit: "Weinlese ist wie eine Geburt. Erst nach neun Monaten weiß ich, was herauskommt." Sieben rote Traubensorten und drei weiße baut er auf seinen Feldern an, die rund um seinen Hof liegen. Er bevorzugt, wie viele andere Winzer in der Ardèche auch, ökologischen Anbau: nur Naturstoffe, wie zum Beispiel Schafdünger, keine chemischen Zusatzstoffe und keine Insektizide.
"Wir lieben unseren Beruf"
Jeden Tag ist der 39-Jährige Agraringenieur auf seinen Feldern unterwegs, schaut nach Böden und Pflanzen. "Ein Drittel vom Tag gehen wir unserer Leidenschaft nach, zwei Drittel arbeiten wir", lacht er und verschwindet mit dem Kopf voran in einem seiner großen Tanks, um diesen mit dem Dampfstrahler zu reinigen. Kurz vorher streckt er seinen Kopf nochmals heraus: "Jetzt muss ich wie ein Taucher ein wenig Luft holen, wegen des Kohlenmonoxids. Wir Winzer sind ein wenig verrückt, aber wir lieben unser Land, unseren Beruf - und natürlich den Wein!"
Wer sich für die Winzer und deren Weine interessiert, kann sich unter folgenden Adressen informieren:
Domaine Lionnet, Corinne und Ludovic Lionnet, 07130 Cornas; www.domainelionnet.fr.
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