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29.08.2009  | Netzcode: 1977096  |  1448 Mal gelesen.

Granit und Hügelland

Rotes W auf weißem Grund: Von Weiden zum OWV-Wanderheim

Das Johannisbrünnerl bei Trauschendorf -
Das Johannisbrünnerl bei Trauschendorf - zumindest im Frühling und Sommer unter einem dichten Blätterdach - ist Ziel vieler gläubiger Menschen aus der näheren Umgebung - und auch für so manchen Wanderer.
Am großen Mast mit Kilometer- und Zielangaben in alle Himmelsrichtungen beginnt unsere Zwei-Etappen-Wanderung: Erstes Ziel Kaimling, am Ende des zweiten Abschnitts wartet das OWV-Wanderheim in Ödpielmannsberg westlich von Moosbach.

Zwischen dem Sportplatz des Kepler-Gymnasiums und der DJK-Sportanlage steht der Hinweisbaum östlich des Großparkplatzes am Neuen Rathaus direkt an der Naab. Die überqueren wir, und am Volksfestplatz vorbei ist der Abzweig am Ende des Hopfenwegs in den Schirchengraben hinein erstes Ziel am Fuße des Fischerbergs.

Das große rote W auf weißem Grund leitet uns hinauf durch den Wald, den so ziemlich jeder Weidener im Blick hat und der für viele von ihnen auch Spiel- und Abenteuergelände der Kinderzeit gewesen ist – und zuweilen wohl auch Ziel so mancher, eher unter elterlichem Nachdruck als aus eigener Begeisterung angetretener Wanderung. Über die Straße von der B 22 nach Mitterhöll führt die Strecke. Vom Rand des nächsten Waldrands aus bietet sich die erste Aussicht über Bechtsrieth hinweg auf die Burgruine Leuchtenberg und die Höhen westlich der Stauferburg.

Blick über die Höhen

Aus dem Talgrund unterhalb von Muglhof zieht sich die Strecke – an den Wochenendhäuschen nordöstlich von Bechtsrieth entlang und teilweise auch zwischen ihnen hindurch im weiteren Verlauf unter der Hochspannungsleitung hin zum Waldrand südwestlich von Muglhof. Unter der Regie des OWV-Mannes Hans Balk entstand am Waldrand die Dreifaltigkeitskapelle, von der der Blick streift über die Felder und Wiesen auf den Höhen um Muglhof, Matzlesrieth nordwestlich davon. Dass dort einmal Windräder stehen sollen, strapaziert die Fantasie des Wanderers.
In einem tiefen Rindenspalt siedelt sich schon
In einem tiefen Rindenspalt siedelt sich schon auch einmal ein Farn an und wedelt anmutig aus rauer Fichtenrinde.



Eine Anregung ganz anderer Art erfährt der Wanderer am Johannisbrünnerl im Schatten der mächtigen Halden und Felswände des unmittelbar danebenliegenden Steinbruchs. Unter einem dichten Blätterdach laden Sitzbänke zu kurzem Verweilen, neben den Skulpturen entspringt das saure Wasser eines Brünnleins dem oberpfälzischen Boden. Ein zum Nachdenken anregender Ort, den im Laufe des Jahres Gläubige aus den umliegenden Gemeinden zu Kirchenzügen nutzen. Das Johannisbrünnerl gehört zur Pfarrei Michldorf.

Nach der Überquerung des Raitenbachs führt die Strecke geraden Wegs hinauf zum wohl schönsten Ausblick der Teilstrecke. Oberhalb von Trauschendorf, in dem wir später das Naturfreunde-Wanderheim passieren, geht ein weiter Blick in die südliche Oberpfalz bis an den nördlichen Rand des Bayerwalds. Still ist es hier – und hinter den Büschen und Bäumen östlich des Standpunkts wartet schon die Brotzeit, nach der jetzt so manchem sein mag.

Kaimling – dort liegt der Gasthof Forster als Tagesziel direkt an der Wanderstrecke – erreichen wir, indem wir an den letzten Häusern von Trauschendorf nach rechts abbiegen und auf einem Landwirtschaftsweg einen weiteren westlich von Kaimling erreichen. Der führt uns bergab in den langgestreckt an der Luhe liegenden Ort, südlicher Nachbar des am Westhang des Luhe-Flüsschens liegenden Nachbarorts Roggenstein.

Faszination einer Wanderung: Mit etwas Geduld und
Faszination einer Wanderung: Mit etwas Geduld und Vorsicht lässt sich auch einmal ein Schmetterling zu einem kurzen Aufenthalt auf Kinderhand "überreden". Begeisterung und Spannung garantiert. Bilder: Krehl (3)
Weist die Endung -ing im Ortsnamen auf keltischen Ursprung hin, so fehlt doch ein genau datierter Hinweis auf die Ortsgründung. Es darf aber als sicher gelten, dass Kaimling 1000 Jahre alt ist. Bemerkenswert ist die Geschichte der Kirche, die unmittelbar an der Wanderstrecke in der Ortsmitte passiert wird.

Teil II am 12. September

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