Mannheim/Berlin (dpa)
Pop-Professor: Jackson hat Maßstäbe gesetzt
Drei Fragen, drei Antworten
Mannheim/Berlin (dpa). (Interview: Jörg Ratzsch, dpa-audio) Der Tod von Michael Jackson ist nach Ansicht des Musik-Professors und Pop-Experten Udo Dahmen ein schwerer Verlust für die Musikwelt. Jackson habe den Pop entscheidend geprägt.
Was bedeutet der Tod von Michael Jackson für die Popmusik?
Dahmen: «Auch wenn Michael Jackson in den letzten Jahren nicht mehr die ganz großen Würfe getan hat, so ist er doch ein Meilenstein in der Pop-Geschichte gewesen - durch seine großen Alben. Er ist jemand, der in der Historie der Pop-Musik eine ganz entscheidende Bedeutung hat.»
Inwiefern hat Michael Jackson Stil und Ausdrucksweisen in der Popmusik geprägt oder sogar erfunden?
Dahmen: «Die Alben "Thriller" und "Bad" waren ganz herausragende und die haben auch bei unseren Studenten eindeutige Spuren hinterlassen. Titel, wie "Thriller", "Bad" oder "Beat It" - das sind Maßstäbe und zu denen habe ich genauso getanzt wie viele, viele andere Menschen. Schon die Jackson Five waren eine der stilbildenden Bands in der Soulmusik der 60er und frühen 70er Jahre. Jackson mit seinen Solo-Projekten war jemand - vor allem in der Zusammenarbeit mit seinem Produzenten Quincy Jones - der sowohl was die Songs als auch die Produktion anbetrifft, in den 80er Jahren Maßstäbe gesetzt hat.»
Elvis, Jim Morrison, John Lennon: Gehört Michael Jackson in diese Kategorie?
Dahmen: «Den müssen wir auf alle Fälle in diese Kategorie stellen, vor allem, weil wir wissen, dass "Thriller" das bestverkaufte Album aller Zeiten ist. Auch wenn der Tod tragisch ist, und auch wenn sein Lebensweg in den letzten Jahren eine gewisse Tragik hatte: Insgesamt ist er einer der ganz Großen.»
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