Sulzbach-Rosenberg
Team ist der Star
KP2 in Sulzbach-Rosenberg mit Traumstart
Klar strukturiert und effektiv. So erscheint alles im Büro von Siegfried Kreuzer. Und so wie seine Umgebung wirkt auch der erfolgreiche Chef. Ein Chef, der mit sei unternehmerischen Leistung nicht mehr...Sulzbach-Rosenberg
Der Star ist das Team
Siegfried Kreuzer berät mit seiner Mannschaft von KP2 Großunternehmen weltweit
Sulzbach-Rosenberg. Klar strukturiert und effektiv. So erscheint alles im Büro von Siegfried Kreuzer. Und so wie seine Umgebung wirkt auch der erfolgreiche Chef. Ein Chef, der mit seiner offensichtlichen unternehmerischen Leistung gar nicht im Mittelpunkt des Geschehens stehen will. „Ich bin heute mehr abhängig von meinen Leuten als die von mir“, sagt Siegfried Kreuzer. Warum, erklärt er im Interview.
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| Siegfried Kreuzer (rechts) mit seinem "Star" - dem Team von KP2. Bild: mia |
Siegfried Kreuzer: Kurz gesagt verkaufen wir Beratungsleistung für global agierende (Groß-)Unternehmen. Und hierbei haben wir uns auf den Vertriebsbereich spiezialisiert – neben der Entwicklung und der Fertigung einer der drei Kernbereiche jeder Firma. Moderne Unternehmen optimieren ständig ihre Entwicklung und Produktion – da sind unter anderem Siemens und Nokia ja aktuelle Beispiele. Aber im Vertriebsbereich liegt meiner Einschätzung nach meist noch ein zweistelliges Potenzial. In unserem Team arbeiten Betriebswirtschaftler und Marketing-Profis ebenso wie Vertriebsspezialisten. Sie kommen von der Uni ebenso wie aus der Praxis. Englisch ist bei der internationalen Ausrichtung des Unternehmens täglicher Standard, in unserem Mitarbeiter-Netzwerk werden aber alle europäischen Sprachen gesprochen.
NT: Nochmal zurück zum Thema Vertrieb. Und woran liegt es, dass bei vielen Firmen die Sache mit dem Vertrieb nicht so recht klappt?
Kreuzer: In erster Linie ist es mangelhafte Transparenz, die zu einem mangelhaften Prozess führt. Wenn der Vertrieb also nicht nachvollziehbar, nicht einheitlich und damit nicht messbar ist, dann funktioniert er nicht so gut wie er könnte.
NT: Warum hat die international tätige KP2 ihren Standort in Sulzbach-Rosenberg und nicht in München, Berlin, Wien oder New York?
Kreuzer: Nun, zunächst liegt das einmal daran, dass der Chef ein Amberger ist... und ich beim Start 2005 gute Büroräume in der Nähe gesucht habe. Im Laufe dieses Jahres zieht das Unternehmen, das mit einem einzelnen Raum im Sulzbach-Rosenberger Gründerzentrum angefangen hat, jetzt nach Amberg um. So können wir weiter wachsen und auch neue Abeitsplätze schaffen.
NT: Welche Pluspunkte sprechen generell für den Standort Deutschland und mittlere Oberpfalz?
Kreuzer: Zum einen liegen Sulzbach-Rosenberg und Amberg relativ nahe am internationalen Flughafen Nürnberg. Und der ist wirklich top. Das ist schon wichtig – weil unser Unternehmen ja 40 Prozent seines Umsatzes im weltweiten Geschäft erwirtschaftet, 25 Prozent in Europa und „nur“ die restlichen 35 Prozent hier in Deutschland. Zudem kriegen wir durch die Fachhochschule mehr und mehr Fachleute – von den superguten Schulen und Gymnasien hier noch gar nicht zu reden. Solche „Perlen“ wie die Mitarbeiter, die heute aus der Oberpfalz stammen, waren hier vor 15 Jahren nocht nicht zu bekommen.
NT: Welche Charaktereigenschaft zeichnet Oberpfälzer Mitarbeiter ganz besonders aus?
Kreuzer: Ganz klar: die Loyalität! Und das ist für ein Unternehmen wie meines ebenso wichtig wie Motivation, Erfahrung und Wissen.
NT: Hatten Sie in der Start-Phase mit speziellen Schwierigkeiten zu kämpfen?
Kreuzer: So weit sollte man es als Gründer gar nicht kommen lassen. Ich hatte eigentlich gar keine Schwierigkeiten – und das lag meiner Ansicht nach an der guten Vorbereitung. Schon ein halbes Jahr vor dem offiziellen Start habe ich meinen ersten Kunden besucht, kurz darauf schon den zweiten. Und beide Firmen stehen übrigens auch noch heute auf unserer Kundenliste.
Daneben sind mir besonders wichtig noch zwei Sachen: Die Mitarbeiter, die diese Start-up-Phase begleiten und das Unternehmen mit formen, sind ein fundamentaler Block, mit dem fast alles steht und fällt. Am wichtigsten erscheint mir persönlich ein privates Umfeld des Gründers das es ihm/ihr ermöglicht, sich auf dies Phase voll und ganz zu konzentrieren. Dabei leisten die Partner/innen den entscheidenden Beitrag. Nach dem alten aber bewährten Spruch: Hinter jedem erfolgreichem Mann steht eine starke Frau.
NT: Mit einem so großen, internationalen Kundenkreis, wie ihn KP2 hat – kann man da als Chef eigentlich noch überall dabei sein?
Kreuzer: In bin bei den Großkunden und meinen eigenen Altkunden noch aktiv dabei – ansonsten sehe ich mich eher in der Rolle des Mentors und halte mich mehr und mehr beim Kundengeschäft im Hintergrund. Meine freien und fest angestellten Mitarbeiter haben die Kompetenz, das auch so zu schaffen.
NT: Und die Familie? Wie managt das ein viel beschäftigter Geschäftsmann?
Kreuzer: Meine Familie war es auch vor dem Start-up schon gewohnt, dass ich in meinem Job immer weltweit unterwegs war. Die Quantität der Zeit mit der Familie nimmt als Unternehmer sicherlich ab – also muss man eben mehr auf Qualität setzen.
NT: Herr, Kreuzer, vielen Dank für das Gespräch.
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