Nordostbayern kämpfen sich in Regensburg durch - Schmatz schlägt Hawaii-Ticket aus
(wüw) Aufgeregt entwirrt Bärbel Wegener die Schnüre an ihrem Transparent. Möglichst schnell möchte sie das Leinentuch, mit der Aufschrift Wolfgang und den Unterschriften der ganzen Familie, am Straßenrand befestigen. Wolfgang heißt mit Nachnamen Uschold und soll innerhalb der nächsten halben Stunde mit dem Rad an der Stelle in der Nähe von Hagelstadt bei Regensburg vorbeikommen.
Der Sportler vom Skiclub Hirschau bestritt am Sonntag in Regensburg wie viele Triathleten aus Nordostbayern den Ironman. Bei Uschold war die ganze Familie dabei, schließlich war er für den 36-Jährigen die Premiere. "Ich bin aufgeregter als er", erklärte Schwiegermama Wegener, nachdem das Transparent hing. Die Unterstützung hat sich ausgezahlt. "Ich wollte unter 12 Stunden bleiben und hab die Zeit mit 10:51 Stunden deutlich unterboten", sagt er am Montag. Dabei waren die Bedingungen hart, Dauerregen und Wind machten vor allem das Radfahren zur Tortur. "Da hilft die Anfeuerung doch sehr", so Uschold.
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09.08.2011
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Regensburg
Wetter bringt Ironmen an Grenzen
Nordostbayern kämpfen sich in Regensburg durch - Schmatz schlägt Hawaii-Ticket aus
Der Schnellste der Region
Über Anfeuerung hat sich auch Wolfgang Schmatz gefreut, der 9:25:31 Minuten für die Strecke brauchte, damit seine Altersklasse gewann und schnellster Nordoberpfälzer war. "Die Bedingungen waren hart, aber ich war darauf eingestellt", erklärte der Starter des CIS Amberg lapidar. Mit Ergebnis und Zeit ist er sehr zufrieden. "Ich habe gewonnen und bei dem Wetter war vor allem auf dem Rad nicht mehr drin." Sein Ergebnis hätte für die Qualifikationsplätze für Hawaii gereicht, doch Schmatz verzichtete. "Ich war schon sechs Mal in Hawaii dabei, zuletzt 2010", begründete er dies. Nächstes Jahr werde er 50. "Vermutlich versuche ich es dann nochmal."
Ebenfalls in Hawaii waren auch einige Starter aus Weiden schon. Doch am Sonntag reichte es für keinem zur Quali. Pierre Jander hatte mit Wetter und Krämpfen zu kämpfen und schleppte sich mit entzündeter Achillessehne in 10:18:50 ins Ziel - immerhin knapp vor Weltrekordler Andreas Raelert, der den Ironman als Training nutzte. Wenn auch nicht die Hawaii-Quali so hatten die beiden Veteranen von Laface Weiden, Lothar Richthammer und Jürgen Steiner, doch etwas anderes zu feiern: Beide absolvierten in Regensburg ihre 20. Ironman-Langdistanz. Große Feierstimmung kam wegen des Wetters bei den beiden allerdings nicht auf.
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Regensburg
Wetter bringt Ironmen an Grenzen
Nordostbayern kämpfen sich in Regensburg durch - Schmatz schlägt Hawaii-Ticket aus
Schon besser war da die Stimmung beim Team Oberpfalz. Vom Weidener Triathlonverein war zwar nur Pierre Jander am Start, aber dennoch der ganze Verein auf den Beinen. Gemeinsam betreuten sie auf der Laufstrecke einen Verpflegungsstand, versorgten die Sportler mit Nahrung und trieben zum Weitermachen an. Für viele durchgefrorene, erschöpfte Starter war diese Anfeuerung auch bitter nötig. Und nicht jeder Starter hat wie Ironman-Debütant Wolfgang Uschold eine ganze Großfamilie als Anfeuerer.
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