American Football: 52:6-Kantersieg im Oberpfalz-Derby gegen Black Pirates Murach - Zusammenhalt als Trumpfkarte
Grafenwöhr. (af) Die Grafenwöhr Griffins haben ihre Pranken ausgefahren und die Black Pirates Murach zerfleischt. Mit 52:6 (14:0, 16:0, 16:6, 6:0) war das Oberpfalz-Derby im American Football eine klare Angelegenheit für den Favoriten. "Wir sind hochzufrieden. Unser Ziel bleibt klar die Meisterschaft", sagt Pressesprecher Christian Schärtl.
Enttäuschte Pirates
Dabei waren die schwarzen Seeräuber mit bösen Absichten angesegelt gekommen. So sehr sie aber auch versuchten, ihre Enterhaken auszuwerfen, das Grafenwöhrer Sportzentrum blieb am Sonntag vor 250 Zuschauern eine uneinnehmbare Festung. "Wir hatten schon mit etwas weniger Gegenpunkten gerechnet", gibt Vorsitzender Marco Schmid kleinlaut zu.
Allerdings war es auch das erste Punktspiel überhaupt für die Muracher. "Dafür haben wir uns wiederum ganz gut geschlagen. Ich habe mit mehr Anfängerfehlern und Strafen gerechnet", meint Schmid. "Was uns noch fehlt, ist die Grundhärte. Daran müssen wir noch arbeiten."
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22.06.2011
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Grafenwöhr Griffins greifen nach dem Titel
American Football: 52:6-Kantersieg im Oberpfalz-Derby gegen Black Pirates Murach - Zusammenhalt als Trumpfkarte
Die hat sich der Gegner bereits angeeignet. Das Grafenwöhrer Trainerduo James D. Miller und Brian Jansma hatte die Mannschaft monatelang auf die Saison in der Aufbauliga vorbereitet, Kondition gebolzt, immer wieder Spielzüge eingeübt. Nun werden die Griffins für die Früchte ihrer Arbeit belohnt. Den größten Titelkonkurrenten, die Bayreuth Dragons, hatten sie bereits vor Wochenfrist mit 19:13 niedergehalten, auch die Black Pirates stellten letztlich keine Gefahr dar. "Wir wollten sofort Druck aufbauen und das ist uns mit zwei Touchdowns auch schnell gelungen", erzählt Schärtl. "Danach haben wir auf unser Laufspiel umgeschaltet, damit der Gegner nicht in Ballbesitz kommt. Unsere Teamleistung war hervorragend."
Die Rechnung ging auf. Der Gegner kam lediglich durch seinen besten Akteur, Anthony Escalante, nach einem Kick-Off-Return zu den sechs Punkten. Nachdem es in der Halbzeit bereits 30:0 für die Griffins stand, beschlossen die Schiedsrichter die sogenannte Mery-Rule (Gnadenregel) in Kraft zu setzen. Diese besagt, dass in der zweiten Hälfte des Spieles, die Zeit ohne weitere Unterbrechungen durchgehend abläuft, um der schwächeren Mannschaft eine komplette Demontage zu ersparen. Bei den Griffins war Running Back Philipp Butz der überragende Mann. "Er ist 150 Yards gelaufen. Das war top", lobt Schärtl seinen Mitstreiter. Für den Pressesprecher selbst lief es nicht ganz so gut, er musste mit einer Fußverletzung vom Feld: "Halb so schlimm, das kommt vor."
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Wieder Heimspiel
In der Umkleidekabine feierte das aus Spielern aus Amberg, Weiden und Neumarkt sowie sechs US-Amerikanern bestehende Team überschwänglich den Sieg. "Wir haben einen unglaublichen Zusammenhalt", nennt Schärtl ein Geheimnis des Erfolgs. Gleichzeitig schwor sich die Mannschaft auf die nächste Aufgabe ein. Bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel auf dem Terminplan. Gegen Traunreuth Munisier zählt erneut nur ein Sieg.
"Das wäre ein weiterer Schritt hin zum Aufstieg in die Verbandsliga", sagt Schärtl, der nur zu gut weiß: In der Mythologie ist der Griffin eine geflügelte Kreatur, mit dem Körper eines Löwen und dem Kopf eines Adlers. Da sollte wohl nichts schief gehen, wenn es darum geht, bei der Meisterschaft fest zuzupacken.
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