Von Josef Maier |
25.05.2010
| Netzcode: 2336774 | 198 Mal gelesen.
Die Bayern spielen und Inter jubelt
Die einfache Strategie des Siegers: Disziplin statt Spektakel - Hoeneß: "Das entscheidende Quäntchen ausgebuffter"
Madrid. Bei all dem Brimborium, dem Spektakel, das mittlerweile um ein Champions-League-Finale gemacht wird, bei all diesem Gigantismus bleibt diese wichtigste Partie im europäischen Vereinsfußball doch ein ganz einfaches Fußballspiel. Ein Doppelpass, eine Körpertäuschung - 0:1, 0:2. Und die Münchner Bayern waren gegen Inter Mailand am Samstagabend verloren.
Das Endspiel von Madrid war wahrlich keine mitreißende Begegnung, die in den Fußball-Büchern in überdimensionaler Länge auftauchen wird. Doch sie zeigte, dass Teams wie Inter Mailand mit der strikten Anwendung der Grundkenntnisse auch den größten aller Silberpokale abschleppen können. Diese italienische Mannschaft, in der in der Anfangself kein einziger Italiener stand, war in erster Linie darauf aus, Fehler zu vermeiden. "Und in solchen Spielen entscheiden dann Kleinigkeiten", stellte Bayern-Coach Louis van Gaal nüchtern fest. Seine Spieler hatten sich zwei "Kleinigkeiten" (Demichelis, van Buyten) erlaubt - mit großer Wirkung.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Von Josef Maier |
25.05.2010
| Netzcode: 2336774 | 198 Mal gelesen.
Die Bayern spielen und Inter jubelt
Die einfache Strategie des Siegers: Disziplin statt Spektakel - Hoeneß: "Das entscheidende Quäntchen ausgebuffter"
Bitterer Moment für Müller
Vielleicht hätten diese Kleinigkeiten auch nichts ausgemacht, wenn die Münchner wie in den vergangenen Wochen aufgetreten wären. Bastian Schweinsteiger erkannte sich und seine Teamkollegen in manchen Phasen vor knapp 75 000 Zuschauern im brodelnden Bernabeu-Stadion nicht wieder: "Ich glaube, es hat nicht jeder von uns gespielt, was er kann." Die Bayern hatten so viel gekonnt in den vergangenen Spielen. Ein wenig konnten sie ja auch in Madrid. Wie etwa diesen Spielzug kurz nach der Pause. "Das war schon ein bitterer Moment für mich", gestand Thomas Müller. Der 20-Jährige musste ausgleichen. "Er trifft nicht, Milito schon", brachte es van Gaal auf den einfachsten Nenner. Diego Milito blieb zwei Mal (35./70.) vor dem starken Jörg Butt ganz cool. Müller schoss Inter-Keeper Júlio César an.
Die Münchner wollten aber das alles nicht an dieser einen Szene fest machen. "Wir waren einfach nicht mutig genug", kritisierte Philipp Lahm, der mit Arjen Robben unermüdlich auf rechts antrieb, während auf der linken Seite kreativer Stillstand herrschte. Die Münchner demonstrierten aber auch, dass sie nicht nur fußballerisch - wie so oft zuletzt - Größe zeigen können. "Man muss fairerweise sagen, dass Inter verdientermaßen gewonnen hat", meinte Butt und dieser Tenor fand sich auch in den Worten von Uli Hoeneß, Christian Nerlinger oder van Gaal wieder. Der Trainer war etwas enttäuscht, dass seine Leute einfach nicht gut genug gewesen seien: "Für unser Spiel muss man gegen so eine Mannschaft wie Inter top drauf sein. Und das waren wir heute nicht." Die Bayern hatten fast 70 Prozent Ballbesitz. Aber José Mourinho ließ seine Spieler auf dem Platz so verschieben, dass die Münchner kaum Lücken fanden. Hoeneß: "Inter war einfach das entscheidende Quäntchen ausgebuffter."
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Von Josef Maier |
25.05.2010
| Netzcode: 2336774 | 198 Mal gelesen.
Die Bayern spielen und Inter jubelt
Die einfache Strategie des Siegers: Disziplin statt Spektakel - Hoeneß: "Das entscheidende Quäntchen ausgebuffter"
2012 Finale in München
Robben war an der Stätte, an der sie ihn vor knapp einem Jahr vom Real-Hof gejagt hatten, besonders traurig. Unentwegt stierte er bei der Siegerehrung auf den Silberpokal - der unerreichbar war. Aber auch 1999, nach dem Sekundentod in Barcelona, hatte sich eine Bayern-Mannschaft geschworen, die Trophäe zu holen, was ihr zwei Jahre später in Mailand gelang. 2010 - dann wäre 2012 fällig. Dann wird das Finale in München gespielt. Was für eine Gelegenheit ...
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Paul Biedermann und Freistil-Staffel der Frauen glänzen mit Gold
Auch ohne Olympia-Norm reichte es für Paul Biedermann zum dritten EM-Titel, die siegreiche Freistilstaffel um seine Freundin Britta Steffen sorgte für die 600. deutsche Medaille bei Europameisterschaften.
mehr...
Hertha BSC kämpft weiter um Wiederholung - Einspruch gegen das DFB-Urteil
Ein Skandalspiel und immer noch kein Abpfiff: Der juristische Streit um die chaotische Relegationsbegegnung zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC geht in eine weitere Nachspielzeit. Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch der Berliner gegen die Wertung abgelehnt.
mehr...
Juventus verliert Pokalfinale und Torjäger Alessandro Del Piero - 19 Jahre in Turin
Traurig und leise schlich Alessandro Del Piero mit gesenktem Kopf aus dem römischen Olympiastadion. Schwer wie Blei hing die wertlose Medaille für den Vize-Pokalsieger an seinem Hals. Nach dem
mehr...
Dortmunder Doppelsieger ohne Ansprüche zur EM - Löw als Psychologe gefordert
Die titellosen Bayern bleiben die Chefs für die deutsche EM-Titelmission. Nicht einmal die Dortmunder Double-Gewinner kratzen nach den bitteren Münchner Finalniederlagen in DFB-Pokal und Champions
mehr...
Warten auf DFB-Entscheid: Düsseldorfer sagen Reise ab, Hertha entschuldigt sich - Kobiaschwili droht Karriereende
Die Hertha-Profis demonstrierten im Training noch Zuversicht, Fortuna Düsseldorf verschanzte sich hinter verschlossenen Türen: Nach einem Wochenende quälender Ungewissheit schauen beide Vereine mit
mehr...