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Oberviechtach
Oerlikon hebt Werksschließung auf
Gute Auftragslage für Spindeln und Walzen - Rund 100 Mitarbeiter produzieren in drei Schichten
Oberviechtach. (ptr) Aufatmen nach monatelangem Zittern. Damit hatte niemand gerechnet: Oerlikon hat den Schließungsbeschluss für das Oberviechtacher Werk aufgehoben! So kann nun heuer doch noch das 40-jährige Firmenjubiläum gefeiert werden. Auch stehen ab September drei neue Auszubildende dafür ein, dass "Zinser" wieder eine Zukunft hat.
Das Weihnachtsfest war für viele Familien vermasselt, als Ende November der Belegschaft der weltweit agierenden Schweizer Firma Oerlikon Textile Components die Schließung des Oberviechtacher Werks angekündigt wurde. Irgendwann im Laufe des Jahres 2010 sollten die Maschinen für immer still stehen.Aufatmen
"Es ist fünf vor zwölf", meinten Betriebsratsvorsitzender Audi Lurbiecki und Joachim Bender von der Industriegewerkschaft (IG) Metall Amberg am 21. Dezember 2009. Die Belegschaft begrüßte die Geschäftsleitung zwar mit Trillerpfeifen und Transparenten, machte aber weiterhin Zusatzschichten. "Die gute Auftragslage hat geholfen, dass wir das überstehen konnten", berichtete gestern Audi Lurbiecki auf Nachfrage der Lokalredaktion. Oerlikon ist ein marktführender Produzent von Komponenten für die Textilmaschinenindustrie und angewiesen auf die gute Qualität der in Oberviechtach gefertigten Spindeln und Unterwalzen.
Unternehmensleiter Clemens Ruckstuhl wollte die Produktion nach Asien verlagern. Doch er hat die Firma nun Ende Juli verlassen. Nachfolger als "Business Unit-Leiter" bei Oerlikon Textil Components ist Daniel Lippuner. Dieser verkündete die frohe Botschaft bei einer Informationsversammlung in der Vorwoche. "Das Aufatmen in der Belegschaft ist groß. Die Nachricht wurde sehr positiv aufgenommen. Mittelfristig liegt ja eine Vollauslastung vor und wir arbeiten seit einiger Zeit in jeder Woche 18 Schichten", informiert der Betriebsratsvorsitzende.
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